Gut Hasselburg in Schleswig-Holstein: Nachwuchskräfte bei der Poilzei beenden erfolgreich ihre Ausbldung

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Verstärkung für die Landespolizei:

33 Nachwuchspolizistinnen und -polizisten ernannt Innenministerin Sütterlin-Waack gratulierte neuen Polizeiobermeisterinnen und -obermeistern zum erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung für den Mittleren Dienst

Gut Hasselburg

wie die GdP Schleswig-Holstein mitteilt, zogen 33 junge Polizistinnen und Polizisten einen Schlussstrich unter ihre zweieinhalbjährige Ausbildung an der PD AFB auf Hubertushöhe. Bei einem Festakt auf Gut Hasselburg erhielten die sichtlich erleichterten sieben Frauen und 26 Männer ihre Ernennungsurkunden zu Polizeiobermeisterinnen und -obermeistern.

Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack zählte zu den ersten Gratulanten der sichtlich erleichterten Uniformträger. „Sie können stolz auf sich sein. Trotz der besonderen Umstände haben Sie alle Prüfungen gemeistert und sitzen heute vor mir als hervorragend ausgebildete Polizistinnen und Polizisten, bereit für alle Einsatzlagen und alle Herausforderungen. Ich freue mich sehr, Sie in der Landespolizei zu begrüßen und dass sie nun fertig sind und den Dienst antreten können. Ihre zukünftigen Dienststellen freuen sich bereits auf Sie, denn Sie sind eine gern gesehene Verstärkung“, unterstrich die Ministerin in ihrer Festrede, bedauerte jedoch, dass es aufgrund der Corona-Pandemie den Angehörigen der sieben Frauen und 26 Männer nicht ermöglicht werden konnte, bei der Feierstunde dabei sein. Trotz zuletzt gesunkener Infektionszahlen sei weiterhin größte Vorsicht geboten.

Sütterlin-Waack dankte den Verantwortlichen der Polizeidirektion Aus- und Fortbildung sowie den Ausbilderinnen und Ausbildern für eine dennoch würdige Verabschiedung des Polizeinachwuchses. „Sie haben viel Zeit in die Vorbereitung investiert, um den heutigen Tag für alle Absolventinnen und Absolventen zu einem besonderen Tag zu machen“, lobte die CDU-Politikerin.

Ab dem 1. August würden die jungen Schutzpolizistinnen und -polizisten ihre Arbeit in den Dienststellen überall im Land antreten und einen Job ausüben, in dem schwierige Entscheidungen getroffen werden müssten mit einer großen Verantwortung. Die Ministerin sagte dem erfolgreichen Polizeinachwuchs Rückenstärkung zu: „Es ist Ihre Aufgabe, alle Menschen vor Gefahren zu schützen, Bedrohungen abzuwenden, kriminelle Handlungen zu vereiteln, Straftaten aufzuklären und Menschen in Notlagen zu helfen. Als oberste Dienstherrin stehe ich zu 100 Prozent hinter Ihnen und setze mich für Sie ein. Dazu gehört auch, dass ich Angriffe auf Einsatzkräfte auf das Schärfste verurteile.“

Sabine Sütterlin-Waack hob in ihren Worten hervor, dass besonnenes und berechenbares Handeln als Bürgerpolizei wichtig sei, um den Bürgerinnen und Bürgern bei aller polizeilichen Notwendigkeit für einzelne Maßnahmen respektvoll gegenüberzutreten. Der gleiche Respekt müsse aber auch den Polizistinnen und Polizisten entgegengebracht werden. „Ich habe keinerlei Verständnis, wenn Polizistinnen und Polizisten angegriffen und mit Flaschen oder Steinen beworfen werden. Um für solche Situationen gewappnet zu sein, verdienen Sie den bestmöglichen Schutz. Deswegen investieren wir als Landesregierung seit Jahren kräftig in die Schutzausrüstung. Ich werde mich weiter mit Nachdruck für Ihre Gesundheit und Sicherheit einsetzen. Darauf können Sie sich verlassen“, versprach Sütterlin-Waack.

In ihrer Begrüßungsrede hatte die Leiterin der PD AFB Maren Freyher zuvor anerkennende Worte an die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen gerichtet und sie auf den künftigen beruflichen Werdegang eingestimmt. Die Pandemie mit ihren Folgen auf den Ausbildungsbetrieb habe dazu geführt, dass die Anwärterinnen und Anwärter in dieser Zeit für sich persönlich Verantwortung übernommen hätten. „Bewahren Sie sich das Bewusstsein für Ihre persönliche Verantwortung. Prüfen Sie sich stets! Fortan werden Sie aber auch persönliche Verantwortung auf den Dienststellen und im Umgang mit dem Bürger übernehmen“, sagte die Leitende Polizeidirektorin an die jungen Frauen und Männer gerichtet. Maren Freyher riet den neuen Polizeiobermeisterinnen und -obermeistern auch zu einem sorgsamen Umgang mit den sozialen Medien. „Riskieren Sie nicht den Erfolg, den Sie heute mit dem Abschluss Ihrer anspruchsvollen Ausbildung erzielt haben. Bleiben Sie bei sich und Ihrer persönlichen Verantwortung“, so der Appell Freyhers.

„Die Anstrengungen haben sich gelohnt. Sie sind jetzt bestens für Ihren weiteren Weg vorbereitet. Eine gute Ausgangsbasis ist geschaffen. Nun liegt es an Ihnen“, stellte der Leiter der Fachinspektion Aus- und Fortbildung Arne Dunka in seiner Festansprache fest. Von den 33 ehemaligen Polizeiobermeisteranwärtern hätten am Ende sieben die Ausbildung mit der Note „gut“ abgeschnitten. Das sei schon eine besondere Leistung, freute sich der Polizeidirektor.

Torsten Holleck als Leiter der Polizeiabteilung im Innenministerium sowie der Stellvertretende Leiter des Landespolizeiamtes Henning Nebbe unterstrichen mit ihrer Gegenwart die Bedeutung des Polizeinachwuchses. In Grußworten ermutigten beide die jungen Polizeibeamtinnen und -beamten. Der Polizeiberuf sei extrem anspruchsvoll und gehe mit einer besonderen gesellschaftlichen Verantwortung einher, machte Holleck deutlich, sprach den jungen Beamtinnen und Beamten aber sein Vertrauen aus. Henning Nebbe ergänzte: „Sie werden dringend erwartet und schnell auf den Dienststellen eine Heimat finden. Dann geht es auch los, Sie können alles Gelernte anwenden“, so der Leitende Polizeidirektor.

Gemeinsam mit Innenministerin Sütterlin-Waack und Maren Freyher zeichneten Holleck und Nebbe die drei Besten des Jahrgangs aus. Als Nummer eins beendete Peter Trautner mit 11,77 Punkten die Ausbildung. Der 31-jährige Kronshagener war vor seiner Ausbildung bei der Landespolizei schon zwölf Jahre als Soldat auf Zeit bei der Bundeswehr (Marine). „Polizei hatte mich aber schon immer interessiert. Der Reiz besteht darin, jeden Tag neue Erfahrungen mit den unterschiedlichsten Menschen zu sammeln. Auch ist die Vielfältigkeit interessant“, erklärt Peter Trautner seine Entscheidung für den Polizeiberuf. Knapp hinter Trautner folgten Rebecca Kessler und Denise Deuter (beide mit jeweils 1150 Pkt.). Denise Deuter war es, die zuvor gemeinsam mit Marvin Kamp in einem Rückblick an die wechselvollen Momente in der zweijährigen Ausbildung erinnerte.

Zum Gelingen der knapp zweistündigen Ernennungsfeier trugen Kathleen Siemonides und Axel Riemann bei, die den Festakt musikalisch begleiteten.

Nach dem offiziellen Festakt erhielten die Ausbildungsgruppen unter der Federführung von Jürgen Oelbeck als Stellvertretenden Leiter der Fachinspektion Aus- und Fortbildung auf dem Innenhof des ansehnlichen Gutes ihre Ernennungsurkunden ausgehändigt.

Freude über das zusätzliche Personal in der Landespolizei herrscht nach der Ernennungsfeier auch bei der Gewerkschaft der Polizei. „Jede Frau, jeder Mann wird dringend auf den Polizeidienststellen im Lande gebraucht und ist eine echte Entlastung. Vor allem gratulieren wir aber unseren jungen Kolleginnen und Kollegen zum erfolgreichen Abschluss. Wir wissen, was in den zweieinhalb Ausbildungsjahren zu leisten ist. Gleichzeitig schätzen wir die Qualität der intensiven Ausbildung in der PD AFB und während des Berufspraktikums. Da werden wichtige Weichenstellungen für die beruflichen Zukunft des Polizeinachwuchses gestellt“, so der GdP-Landesvorsitzende Torsten Jäger.

Quelle: Meldung der GdP-Schleswig-Holstein vom 27.06.2021


Red 20210627

 

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